Aktuelle Themen, die Ihr Interesse wecken!


In den vergangenen Monaten wurde der mangelhafte Datenschutz von facebook & Co. immer wieder diskutiert. Eine Studie von Whole Nine Yards Consulting aus Wiesbaden belegt jetzt, wie private Nutzer ihr eigenes Verhältnis zu Sozialen Medien verstehen und welchen Aufwand sie auf sich nehmen würden, um einen größtmöglichen, individuellen Datenschutz für sich zu gewährleisten.

Wiesbaden, 22. April 2014. Die Bedeutung von Social Media wie facebook, twitter oder instagram ist in den letzten Jahren stetig gewachsen. Es ist absehbar, dass diese Form des virtuellen Beisammenseins und Zusammenarbeitens noch lange für Viele ein kommunikativer Standard bleiben wird. „Whole Nine Yards Consulting“ in Wiesbaden hat jetzt eine Studie abgeschlossen, die einen Eindruck in die Welt des typischen privaten Nutzers ermöglicht: 79% der Befragten besuchen täglich die Seiten eines Social Media Anbieters. Soziale Netzwerke wie facebook oder auch Linkedin und Xing wurden von 92% der Studienteilnehmer als Ziel genannt.  Auf den Plätzen folgen Tauschplattformen wie YouTube und flickr (84%) und Publikationsplattformen wie Wikipedia oder wikia (78%). Dahinter folgen noch mit großem Abstand Chat & Talk Anbieter wie Skype mit 62% und Microblogs (z.B. twitter) mit 14%.

Für 59% der Befragten standen demnach auch Netzwerken und Kontaktpflege, für 30% die Informationsgewinnung im Vordergrund. Nur 2% wählten Soziale Medien hauptsächlich zur Unterhaltung.

Da in den letzten Jahren leidenschaftlich über das Thema Datenschutz diskutiert wurde, hat „Whole Nine Yards Consulting“ auch danach gefragt. Nur 8% der Befragten wollten überhaupt keine Information über sich weitergeben, eine noch kleinere Zahl von nur 3% war es vollkommen egal, ob und wie der Anbieter die Daten weiterverarbeitet. 54% dagegen waren spontan bereit, vor jedem Verlassen einer Social Media Seite auszuwählen, was weitergegeben werden darf und was nicht. Für Ullrich Wilding, Gründer der „Whole Nine Yards Consulting“, zeigt dies, wie emotional aufgeladen die öffentliche Diskussion ist: „Im Gegensatz zu dem, was man in vielen Medien immer wieder erfährt, wollen die Nutzer gar nicht unbedingt einen strengeren Datenschutz, sie fordern Selbstbestimmung!“

Dennoch  müssen sich auch die Nutzer Kritik gefallen lassen. Ihre Beziehung zu den Sozialen Medien charakterisierten 81% der Befragten als Kunde-Dienstleister-Beziehung. Ullrich Wilding dazu: „Dies zeigt das grundsätzliche Missverständnis der privaten Nutzer im Umgang mit Sozialen Medien; dass man sich als Kunde versteht, dass die Plattformen für die eigene Unterhaltung und den eigenen Nutzen zur Verfügung gestellt werden.“ Ullrich Wilding weiter: „Man muss aber verstehen, dass beispielsweise facebook ein reines b2b-Unternehmen ist, also ein Unternehmen, dessen Geschäftsmodell darauf ausgerichtet ist, eine Geschäftsbeziehung zu andere Unternehmen aufzubauen und nicht zu privaten Nutzern.“

„Die Nutzer“, so die Schlussfolgerung von Ullrich Wilding, „müssen besser verstehen, dass sie kostenlose Lieferanten der Social Media Unternehmen sind. Die Anwendungen – ebenso wie kostenlose Apps – sind nicht zur Unterhaltung des Nutzers gedacht, sondern zum Sammeln von Information. Die Attraktivität dieser Medien für die Nutzer ist lediglich eine gelungene Marketingunterstützung, um einen gleichbleibend hohen und optimal vernetzbaren Informationsfluss zu sichern.“

Damit wird klar, was eine Verbesserung des Datenschutzes bedeuten würde. Das einzige, was einen Social Media Anbieter interessiert, soll nicht mehr verwendet werden dürfen. Es ist offensichtlich, dass eine solche Entscheidung die gesamte Social Media Landschaft nachhaltig verändern würde.

„Whole Nine Yards Consulting – Ullrich Wilding“ ist der kompetente Ansprechpartner für Marktforschung, Marktforschungsprozesse und ethische Fragen der Marktforschung in Deutschland. Darüber hinaus lehrt Ullrich Wilding Marktforschung am Fachbereich Wirtschaft der Hochschule RheinMain.